Dieses Tutorial versteht sich weniger als Schritt für Schritt Anleitung. Viel mehr möchte ich Euch an Hand diesen Beispiels
*klick* einige meiner Techniken vorstellen. Allerdings gibt es beim Zeichnen kein richtig oder falsch und jeder muss durch Ausprobieren seine eigenen Techniken herausfinden. Somit beruht alles auf meinen eigenen Erfahrungen!
Das Gesicht

Wenn ich möglichst realistische Zeichnungen anfertigen will, ziehe ich die
Outlines nur mit Bleistift. Das lässt die Linien, meiner Meinung nach,
weicher erscheinen und somit wirken sie
realistischer als schwarze Outlines.
Bei dieser Zeichnung habe ich das Gesicht mit
Copics coloriert. Vor allem bei so großen Flächen (das Original ist DINA4) ist das oft sehr schwierig. Denn Copics trocknen sehr
schnell und so muss man zügig arbeiten, damit keine unschönen Ränder entstehen. Wenn man außerdem noch
fließende Schatten schaffen will, bietet es sich an mit gleichzeitig mehrere Copics zu verwenden. Dabei sollte der Buchstabe je gleich sein und die Zahl je um
2 oder
3 Ziffern abweichen. Für Schatten sollte man immer mindestens
drei Farben verwenden. Um die
Trocknungszeit der Marker zumindest etwas zu
verlangsamen kann man die Fläche zuvor mit dem
Colorless Blender (0) ausmalen. Der trocknet farblos und erleichtert den Farbübergang. Allerdings werden die darüber aufgetragenen Farben (vor allem wenn die Fläche noch sehr nass ist) etwas
heller
Die Haare

Haare male ich sehr gerne mit einfachen
Buntstiften. Denn Copics
verlaufen gerne etwas und wie bereits erwähnt können vor allem bei großen Flächen Ränder entstehen und erschweren realistische Haare somit.

Auch die Spitzen sind etwas zu
dick, als dass man mit ihnen wirklich
feine Haare malen könnte. Und einen schönen Übergang zwischen zwei so
unterschiedlichen Farben wie Schwarz und Pink zu schaffen, ist fast unmöglich.
Mit Buntstiften jedoch erhalten die Haare fast von alleine ein sehr realistisches Aussehen. Dazu sollte man wirklich
Strich für Strich zeichnen (das gilt übrigens auch für Fell) und darauf achten, dass die Stifte stets
spitz sind.
Für ein realistisches Aussehen, füge ich am Ende noch ein paar Haare hinzu die etwas aus
der Reihe tanzen.
Wichtig:Erst nachdem der Hintergrund fertig ist!
Der Hintergrund

Ein so einfacher und größtenteils
einfarbiger Hintergrund ist auch ohne Ränder gut mit Copics zu bewältigen. Alternativen wären
Pastellkreiden oder auch Buntstifte die mit Wasser vermalbar sind.
Das Bodypainting

Die Bemalungen auf dem Rücken habe ich mit
Pastellkreiden gemalt. Das ist vor allem deswegen zu empfehlen, wenn man wirklich will, dass sie wie aufgetragen aussehen. Bei sehr hellem Painting sollte man zudem die Haut
darunter vorher ganz normal colorieren. So scheint sie noch etwas durch und unterstützt die Wirkung noch zusätzlich.