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Seidenmalerei - Grundlegendes

Die Seidenmalerei ist nicht nur ein sehr entspannendes Hobby, nein, dabei können auch wahre Kunstwerke entstehen. Allerdings sollten vor dem Beginn mit einem Tuch einige grundsätzliche Dinge beachtet werden. Dieses Tutorial versteht sich als Anleitung für Anfänger und beruht ganz auf meinen eigenen Erfahrungen.


Die Seidenart

Grundsätzlich gilt: Je dichter das Gewebe, desto geringer ist das Fließverhalten, das heißt, umso brillanter erscheinen die Farben nach dem Trocknen. Anfänger sollten deshalb mit der schwachstrukturierten Pongéseide beginnen.

Die Farben

Es gibt zwar auch dampffixierbare Farben, doch am besten für den normalen Gebrauch geeignet sind Bügelfarben. Diese Farben sind zwar dafür verpönt, der Seide den Glanz zu nehmen, jedoch ist dies die einfachste Variante die Farben “haltbar“ zu machen. Denn Tücher, die mit diesen Farben bemalt wurden, kann man nach dem Trocknen ganz einfach mit dem Bügeleisen (Achtung: Baumwolltuch darüber legen) fixiert werden. Für Anfänger reichen zunächst 6-10 Farben. Bei der Auswahl sollte man darauf achten, vor allem Grundfarben und evtl. einige Lieblingsfarben zu kaufen. Ratenswert wäre auch, sich zunächst das Motiv auszusuchen und die Farben darauf abzustimmen.

Die Konturen

Für die Konturen eines Seidentuches verwendet man normalerweise Gutta. Da man aber sehr viel Übung benötigt, um die Linien damit zu ziehen, und selbst mit einiger Erfahrung kann dabei noch viel schief gehen, kann man auch auf vorgedruckte Tücher zurückgreifen. Damit befindet man sich immer auf der sicheren Seite, was die Konturen angeht. Diese verhindern nämlich, das weiter fließen der Farben. Befindet sich nun die kleinste Lücke in den selbstgezogenen Linien, läuft die Farbe aus, und große Flecken können entstehen (die meistens auch nicht mehr zu entfernen sind). Zudem werden die Konturen meist ungleichmäßig dick und wackelig. Vorgedruckte Seidentücher sind zum Beispiel hier erhältlich.

Der Rahmen

Besonders praktisch ist ein verstellbarer Rahmen. Dieser ermöglicht einem das Anfertigen von Tüchern in verschiedenen Größen und ist auch leichter wieder zu verstauen. Beim Aufspannen sollte auf folgendes geachtet werden: Man beginnt in der rechten oberen Ecke. Eine Hand hält das Tuch straff, die andere drückt die Nadeln in das Tuch und den Rahmen. Dabei wird gegen den Uhrzeigersinn gearbeitet. Außerdem sollte man in die Nadeln nur in die rollierte Naht stecken, um das Tuch nicht zu beschädigen.

Das Malen

Beim Malen sollte man immer darauf achten, ein Glas Wasser bereit stehen zu haben. Jede größere Fläche sollte man zudem, zuerst mit Wasser leicht anfeuchten. Das verhindert hässliche Ränder! Bei Farbverläufen sollte man mindestens 2-3 ähnliche Farben verwenden. Zuerst die hellere Farbe auftragen, danach die dunklere und den Übergang mit einem trockenen Pinsel so lange bearbeiten, bis keine klare Grenze mehr ersichtlich ist.